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Kärnten offroad

· 2 Bewertungen · Motorrad · Klagenfurt
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  • Allee in der Nähe der Burg Hochosterwitz
    / Allee in der Nähe der Burg Hochosterwitz
    Foto: Christian Brandstätter, Kärnten Werbung
  • Holz so weit das Auge reicht
    / Holz so weit das Auge reicht
    Foto: Christian Brandstätter, Kärnten Werbung
  • Schotterfeeling bei Globasnitz Richtung Luschasattel
    / Schotterfeeling bei Globasnitz Richtung Luschasattel
    Foto: Christian Brandstätter, Kärnten Werbung
  • Bei Pflausach mit Blick über halb Kärnten
    / Bei Pflausach mit Blick über halb Kärnten
    Foto: Christian Brandstätter, Kärnten Werbung
  • Burg Gradenegg, Mittelkärnten
    / Burg Gradenegg, Mittelkärnten
    Foto: Christian Brandstätter, Kärnten Werbung
  • Rasante Zwischenpassagen
    / Rasante Zwischenpassagen
    Foto: Christian Brandstätter, Kärnten Werbung
  • / Beim Alpenbad St. Leonhard
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  • / Wolfstratte bei Diex
    Foto: Christian Brandstätter, Kärnten Werbung
  • / Burg Hochosterwitz
    Foto: Christian Brandstätter, Kärnten Werbung
300 600 900 1200 1500 m km 50 100 150 200 250 300

Wer die Schönheit des Landes und die Freundlichkeit der Menschen wirklich kennenlernen will, sollte sich ab und zu abseits der viel befahrenen Straßen bewegen. Diese Genusstour bewegt sich auf schmalen, teilweise unbefestigten Pfaden. Entlegene Täler, Aussichtsterrassen, Schluchten und in Kärnten natürlich auch Badeseen laden den Reisenden ein, tief in das Land einzutauchen und die Kärntner Gastfreundschaft zu genießen.

schwer
328,6 km
5:40 h
6725 hm
6719 hm

Die Abendsonne zaubert durch die herbstlichen Baumkronen bunte Lichtflecken auf das Laub. Es geht leicht abwärts, der 1000er blubbert leise, es raschelt, hinter mir werden die Blätter hochgewirbelt und der weiße Kies kommt zum Vorschein. Dann entlässt mich der braun-gelb-rote Tunnel aus alten Eichen wieder ins blendende Blau. Auf der Lichtung steht eine weiße Kirche, eine Kapelle und eine stillgelegte Badeanstalt mit Heilquelle. Das Alpenbad St. Leonhard bei Sirnitz. Ich drehe den Zündschlüssel nach links.

Es sind Momente und Orte wie diese, die ich beim Motorradfahren suche. Nahe an der Natur, abseits touristischer Trampelpfade, das Ursprüngliche an Landschaft und Menschen, der Charme vergehender Welten, uralte Wege, auf denen hinter jeder Kurve das Abenteuer oder die Ruhe wartet.

Dafür lieben wir Schotterstraßen. Ungeachtet der verbreiteten Asphaltier-Wut ist doch noch einiges an schönen und legal befahrbaren Kieswegen übrig geblieben, auch in Kärnten.

Ich schlage folgende Runde vor: noch im Stadtgebiet von Klagenfurt geht´s beim Gasthof Jerolitsch los: hinauf zum Schloss Drasing, dann über Kreggab bis Moosburg. Fast alles auf weißer Fahrbahn. Erstes Höhenziel ist die Simonhöhe, von ihr zieht sich den ganzen Gebirgskamm nach Osten bis Eggen ein fürs Endurowandern idealer Schotterweg. Man wechselt einmal auf die Nordseite (Steinbichl), einmal auf die Südseite des Kamms und genießt die Aussicht. Als Variante bietet sich vom Goggausee (in Kärnten sind Badepausen Pflicht !) bis Steinbichl die Strecke durch das Naturschutzgebiet „Innere Wimitz“ mit seinem mäandernden Bach und hohen Farnen an.

Durch den Wolschartwald geht es Richtung Norden. Der Sechs-Kirchen-Weg von Althofen über Dobritsch bis Maria Waitschach wartet auf uns. Auf gut gepflegten Sandbahnen erreichen wir den einsamen Berg-Dom von Maria Waitschach. Die Größe der Kirche lässt sich nur mit der Vergangenheit erklären: die Gegend war einmal ganz groß im Bergbau. Die Steinbrüche lassen wir links und rechts liegen und fahren unbefestigt hinab nach Eberstein, um uns gleich auf der anderen Talseite wieder nach Hochfeistritz hinauf zu katapultieren und auf einem Forstweg, der sich „norische Panoramastraße“ nennt, in Diex einzureiten.

Der Ort mit den meisten Sonnenstunden Österreichs bietet sich für eine Pause an. Dann geht´s mit grandiosen Ausblicken auf Südkärnten auf der schmalen Landstraße Richtung Grafenbach. Der bald scharf nach links abzweigende Forstweg zur Wolfstratte ist eine der anspruchsvollsten Teilstrecken. Die Abfahrt nach Greutschach ist oft nass, weich und zerfahren.

Bei St. Leonhard an der Saualpe treffen wir auf die blütenweiße „Saualpe-Aussichtsstrasse“. Man könnte die Stichstraße noch den Berg rauf bis zur Reisbergerhütte fahren, wir ziehen es aber vor, beim Gasthof Sieber in Lamm nach der vielen Kurvenwedelei einen Einkehrschwung zu machen und eine frische Bachforelle nach Müllnerin-Art zu bestellen.

Gestärkt durchqueren wir das Jauntal auf kleinen regionalen Verbindungswegen zum nächsten Highlight: die geschotterte Landesstraße von Globasnitz auf den Luschasattel. Hier erleben wir teilweise etwas gröberes Geläuf und steilere Kurven. Für Reiseenduros kein Problem, mit Harleys kommt man schon eher ins Schwitzen. Bei der folgenden Abfahrt sehen wir ursprüngliche Kärntner Gehöfte, die es so nur mehr selten gibt.

Diejenigen, die einen kleinen Umweg ins benachbarte Slowenisch-Kärnten (Koroška) nicht scheuen, werden auf der Alternativ-Route „Panoramska Cesta“ mit fantastischen Ausblicken auf die Steiner Alpen belohnt. Diese absolut empfehlenswerte Schotterpiste schlängelt sich auf der Südseite der Petzen in Höhenlagen zwischen 1500 und 1700 Metern dahin und mündet nahe des Paulitsch-Sattels wieder in eine einspurige befestigte Fahrbahn. Zurück zum Ausgangspunkt empfehlen wir auch dem Schotter-Aficionado die landschaftlich wunderschöne, aber asphaltierte Strecke über den Schaidasattel, mit einem Abstecher in die Fels- und Wildbachformationen der Trögener Klamm. Am Freibachsee vorbei segeln wir hinab ins Rosental, wo vor der Rottensteiner Draubrücke links die Schottervariante Richtung Ferlach abzweigt. Durch den Auwald nehmen wir immer die Variante, auf der sich uns kein Fahrverbotsschild entgegenstellt.

Die Hälfte des unbekannten Kärntens haben wir nun gesehen, und es warten nun die Schotterpässe Oberkärntens auf uns. Den DB-Killer lassen wir gleich drin. Bis zum nächsten Mal !

 

Text: Christian Brandstätter

http://www.christianbrandstaetter.com/travel

Autorentipp

Einkehrtipps:

Mostschenke Müller in Kraig bei Frauenstein – Gasthof Brunnwirt in Guttaring – Restaurand Bachler in Althofen - Landgasthof Neugebauer in Lölling – Gasthof Sieber in Lamm – Buschenschenke „Zum Florian“ in Eisenkappel-Vellach – Gasthof Plasch in Ferlach – Gasthof-Gostiče-Trattoria Ogris in Ludmannsdorf – Forellenschenke in Viktring/Klagenfur

outdooractive.com User
Autor
Christian Brandstätter
Aktualisierung: 22.06.2018

Schwierigkeit
schwer
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
1384 m
Tiefster Punkt
370 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Sicherheitshinweise

Offroad-Erfahrung von Vorteil, besonders auf der Wolfstratte und in den steileren Passagen am Luscha-Sattel

Ausrüstung

Reifen mit einem gröberen Profil werden empfohlen, besonders bei Nässe.

Weitere Infos und Links

www.motorrad.kaernten.at

Start

Europapark, Klagenfurt (441 m)
Koordinaten:
Geographisch
46.616496, 14.256198
UTM
33T 443048 5162816

Ziel

Europapark, Klagenfurt

Wegbeschreibung

Klagenfurt – Moosburg – Simonhöhe – Stromberg – Frauenstein – Drasendorf – Althofen – Dobritsch – Maria Waitschach – Hüttenberg - Eberstein – Hochfeistritz – Diex – Greutschach – St. Leonhard – Lamm – Ruden – Globasnitz – Bad Eisenkappel – St. Margarethen – Ferlach – Köttmannsdorf – Viktring – Klagenfurt

Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Kartenempfehlungen des Autors

Motorradland Kärnten Tourenkarte


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Bewertungen

4,0
(2)
Alex Thiel
19.11.2017 · Community
Hallo Jörg Gibt es auch den 2. Teil der Tour zu sehen?
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Jörg Schmidt
03.10.2017 · Community
Wunderbare Tour, traumhaftes Wetter. Wir haben die Tour in 2 Etappen gefahren. Hier unser Video von den ersten 120 km :-).
mehr zeigen
Gemacht am 14.06.2017
Offroad ride BMW R1200GS Adv & BMW F800GS Adv - Kärnten Off-road Part 1
Video: Jorg Schmidt
Christian Brandstaetter
24.07.2017 · Community
Hallo Alex Thiel, ich hab die Tour vor zwei Jahren beschrieben, da ändert sich immer wieder etwas. Beim Einstieg beim Gasthof Jerolitsch sollte man nördlich außen um den Gasthof herumfahren und nicht durch den Hof, ist klar. Der schlechte Feldweg vor Glanhofen ist ca. 200 Meter lang, es gibt aber auch hier eine Umfahrungsmöglichkeit auf einer kleinen Asfaltstraße. Sonst sollte auch immer die Devise gelten: nicht krampfhaft dem GPS folgen, es gibt immer lokale Alternativen, sollten Probleme auftauchen. Die Abfahrt über die Hutmannschwaig ist wieder offen, bin das letzte Woche gefahren. Auch die Auffahrt auf den Luschasattel. Der war vor einem Jahr wegen einer Mure gesperrt. Wünsche allen viel Spaß und immer oben bleiben !
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Bewertung
Schwierigkeit
schwer
Strecke
328,6 km
Dauer
5:40 h
Aufstieg
6725 hm
Abstieg
6719 hm
Rundtour aussichtsreich Geheimtipp

Statistik

: h
 km
 Hm
 Hm
Höchster Punkt
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Tiefster Punkt
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